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04.06.2018

Wenn’s brennt: Ab in den Schlauch!

In Wendorf waren am Sonnabend schon wieder Feuerwehrleute vor Ort. Bei ihrem Einsatz handelte es sich um eine Übung an einem markanten Gebäude.

Wendorf. Morgens, 9  Uhr im Schloss Wendorf: Plötzlich springt die Brandmeldeanlage an, schallt ein Feueralarm durch das Schloss. Ist denn schon wieder ein Feuer in dem Ort ausgebrochen, wird sich bei dem markanten Signal wohl der ein oder andere Einwohner gedacht haben. Schließlich war erst vor anderthalb Wochen eine große Scheune nahe des Ortes aufgrund von Brandstiftung abgebrannt.
Glücklicherweise handelte es sich am Sonnabend aber nur um eine vor vielen Wochen geplante Einsatzübung. Deshalb konnten die sieben Betreuer auch ruhig durch das Schloss gehen, das derzeit von 19 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren bewohnt wird. „Aufgrund brandschutzrechtlicher Vorschriften mussten wir vor einem Jahr einen zweiten Rettungsweg sicherstellen. Dieser wird über einen stationären Rettungsschlauch realisiert“, erklärte Lutz Rohlf, Leiter der Jugendhilfeeinrichtung
Dabei stiegen die Jungen nacheinander in den elf Meter langen Schlauch, der im Obergeschoss befestigt war. Mit zwei Metern pro Sekunde rutschten die Bewohner sicher in Richtung Boden. Dieses Szenario spielte sich schon ab, bevor die Einsatzkräfte da waren. Nach der „Boden-Ankunft“ begaben sich alle Bewohner zum Sammelplatz. Bis auf einen Teenager. Dieser galt als vermisst und sollte durch den Angriffstrupp gerettet werden. Zugführer Christian Funk gab seinen Einsatzbefehl an die 27 Kameraden der Feuerwehren Möllenhagen, Kraase und Lehsten, die als geschlossene Einheit ausrückten. Während sich die ersten Einsatzkräfte unter Atemschutz in das Gebäude begaben, wurde eine 400 Meter lange Schlauchleitung zu einem privaten Teich verlegt. „Diesen können wir auch im Ernstfall nutzen und schnell Löschwasser an die Einsatzstellen in Wendorf pumpen“, erklärte Enrico Hinz, Gemeindewehrführer. Er erfasste die Zeiten und dokumentierte jede Aktion. „Ich fungiere heute lediglich als Beobachter“, so der Feuerwehrchef.
Weil der Brandschutz eine Pflichtaufgabe der Gemeinde ist, war auch Bürgermeister Thomas Diener von Anfang an dabei. Er sowie Enrico Hinz und Lutz Rohlf zeigten sich in einer ersten Auswertung mit dem Übungsablauf zufrieden und hoffen, dass es immer bei einer Übung bleibt.

04.06.2018 
Quelle: Nordkurier 

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