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01.03.2018

Von Blasmusik und vielen offenen Fragen

Die Blasmusiker von Penzlin sind nicht nur am Musizieren. Ihr Chef Wolfgang Tänzer wagt sich an Recherchen, um der handgemachten Musik in Penzlin generell auf die Spuren zu kommen. Die Ergebnisse sollen in einem Buch erscheinen, das zu einem besonderen Geburtstag erscheinen wird.

Penzlin. Mit dem Auftritt am 1. Mai in Krukow beginnt für die Penzliner Blaskapelle die Saison. Wolfgang Tänzer, 1. Vorsitzender des Vereins, hofft, bis dahin einen neuen Schlagzeuger gefunden zu haben. Denn mit dem Weggang von Andreas Propp ist die Musikertruppe nicht mehr ganz komplett.
Viele Jahre spielen die Mitglieder unter dem Motto „Uns und anderen zur Freude” schon zusammen auf. Gründerjahre des Ensembles hatte noch Helmut Drescher miterlebt, der 1953 als ausgebildeter Musiker in die Truppe einstieg, das Alt-Saxofon beherrscht und Jahrzehnte die Blasmusikergruppe leitete. „Wir begehen 2021 unser 50. Jubiläum. Bis dahin vergehen noch einige Jahre. Doch für ein besonderes Projekt ist es an der Zeit, zu beginnen”, sagt der Kapellenchef, der 1976 bei den Blasmusikern einstieg und seitdem die Tuba spielt. Wolfgang Tänzer möchte anlässlich des bevorstehenden Jubiläums ein Buch in Eigenregie herausbringen. Dabei fängt er nicht bei Null an. Bilden die sieben Chronikbände über Auftritte der Blasmusiker doch eine gute Grundlage dafür.
„Die Entwicklung unserer Truppe über Jahrzehnte hinweg soll schon den Grundtenor des Buches bilden. Einen weiteren Teil möchte ich der handgemachten Musik in Penzlin generell widmen, die diese Stadt ausmacht”, kommt der ehemalige Lehrer auf seine Pläne zu sprechen. So findet sich in einem der Bände von Kurt Köhn und Wolfgang Fuhrmann, die diese zur 750-Jahr-Feier von Penzlin herausgebracht haben, ein besonderes Foto. Darauf ist die Stadtkapelle abgebildet, die sich vor dem Hotel „Kaiserhof” postierte. Diese Ansicht stammt aus den 20er Jahren. „Wie ich erfahren habe, gab es in den 50er Jahren in der Martin-Andersen-Nexö-Berufsschule in der Neuen Burg ein großes Orchester. Zu hören war zudem von einer Schulkapelle und von einem Fanfarenzug. Mehr als 40 Mitglieder sollen dem Mandolinenchor angehört haben. Und dann schlug die Stunde der Tanz-Combos”, kommt Wolfgang Tänzer auf erste Recherchen zu sprechen.
Wertvolle Hinweise erhielt er dabei von Horst Pfau aus Neubrandenburg und vom Penzliner Fritz Pietsch. Auch im Stadtarchiv schaute er schon vorbei. Schwarz-Weiß-Aufnahmen erinnern an frühere Musikerzeiten. Was die Versalien „KR” auf den Notenständern einer Band bedeuten, dafür gab es bisher noch keine Erklärung. Ohnehin tun sich für Wolfgang Tänzer viele Fragen auf. Ist er doch kein gebürtiger Penzliner. Darum sucht er Mitstreiter, die ihm Bilder, Texte und auch Geschichten für sein Buch liefern könnten. „Ich komme gern zum Gespräch vorbei. Historische Unterlagen und Bilder werden auf jeden Fall wieder zurückgebracht”, versichert der Chef der Blaskapelle. Telefonisch ist er unter der Nummer 03962/211095 zu erreichen.
Das 50. Bestehen der Blaskapelle mit dem Burgfest 2021 zu vereinen, für diese Idee können sich die Musiker begeistern. Das Geld für neue Kleidung zum Fest haben sie bereits eingesammelt. Mit dabei sein wird auf jeden Fall die böhmische Partnerkapelle „Sumavanka” aus Budweis, zu der es seit 2002 freundschaftliche Beziehungen gibt.

01.03.2018 
Quelle: Nordkurier 

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