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13.06.2018

Todesfall Sarah H.: Weitere Zeugen werden befragt

Die nicht öffentliche Verhandlung gegen Axel Ingo G. aus Alt Rehse wird in diesen Tagen am Landgericht Neubrandenburg fortgesetzt. Viele Zeugenaussagen sollen helfen, die Schuldfähigkeit des Angeklagten zu klären.

Alt Rehse/Neubrandenburg. Im neuen – und bis zum Urteilsspruch nicht öffentlichen – Prozess gegen den mutmaßlichen Peiniger von Sarah H. aus Alt Rehse, Axel-Ingo G., werden ab Donnerstag erneut Zeugen gehört. Darüber informierte auf Nachfrage Tanja Krüske, stellvertretende Pressesprecherin am Landgericht Neubrandenburg. Auch im Juli, August und September werden laut Krüske weitere der insgesamt mehr als 60 Zeugen gehört – darunter zahlreiche Alt Rehser.
Ziel sei es vor allem, dem Gericht durch die Angaben der Zeugen zu ermöglichen, die Schuldfähigkeit des Angeklagten Axel Ingo G. erkennen zu können. Sie hätten die „wichtige Aufgabe“ – dabei zu helfen, ein Bild zu zeichnen, das den 52-Jährigen in seinem Leben vor allem in Alt Rehse zeigt, möglicherweise auch Verhaltensveränderungen und wie er sich nach der Tat gegeben habe.
Wenn sich herausstellen sollte, dass der Mann bei der Tat nicht im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte war, dann könnte er tatsächlich als schuldunfähig freigesprochen werden, hatte es bereits zum Prozessauftakt Mitte April geheißen. Nun soll zudem herausgefunden werden, ob eine mögliche Schuldunfähigkeit dazu führen würde, dass er eine Gefahr für andere darstellt, also dauerhaft psychiatrisch untergebracht werden müsste.
Der Mann aus Alt Rehse soll seine Lebensgefährtin im Sommer 2016 im Streit im Haus „Rethra“ in Alt Rehse nackt an ein Bett gefesselt und mit einer Peitsche misshandelt haben. Danach ließ er die 32-Jährige laut Anklage ohne Essen und Trinken. Ihre stark verweste Leiche wurde zwei Monate nach der Tat gefunden.
Das Neubrandenburger Landgericht hatte Axel Ingo G. Ende März wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen. Im ersten Prozess war er zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil allerdings kassiert, weil der „Geisteszustand des Angeklagten“ nicht genügend untersucht worden sei. Der 52-Jährige ist bereits vor einigen Monaten in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden.
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c.goels@nordkurier.de

13.06.2018 
Quelle: Nordkurier 

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