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07.04.2017

Sie wollen das Kind sicher schaukeln

Wer junge Familien im Dorf haben möchte, muss auch den Kindern was bieten. Mit sieben Spielplätzen ist Möllenhagen da gut bedient. Eigentlich. Denn nicht alle sind in bestem Zustand. Ob sie noch sicher für die Lütten sind, das will eine Arbeitsgruppe überprüfen.

Möllenhagen. Die Schaukel ist noch relativ neu und hat mit ihren metallenen Pfosten einen sicheren Stand. Das Klettergerüst mit Rutsche und Wackelbrücke hat dagegen schon einige Jahre auf dem Buckel und an den Holzpfählen sind morsche Teile zu entdecken. Mängel zeigen sich zudem an der Tischtennisplatte, an der sich so allmählich eine der Ecken verabschiedet. Und auch die Fußballtore stammen von 1990. „Der Spielplatz in Lehsten wird von den Kindern angenommen, zumal er ziemlich zentral liegt. Ihn aufgrund von Mängeln zu sperren, das wäre glatt eine Katastrophe”, sagt Hartmut Jeske, Gemeindevertreter in Möllenhagen.
Von Sperrung kann auch nicht die Rede sein, Instandsetzung soll im Vordergrund stehen. Dass dieses Vorhaben nicht so einfach umzusetzen ist, darin sind sich die Möllenhagener aber einig. Da es um die Sicherheit der spielenden Kinder geht, soll das Thema mehr Gewicht im Rahmen der Kommunalpolitik erhalten. Darum nutzte der Bauausschuss seine März-Sitzung zu einer ersten Beratung zum aktuellen Zustand der Spielplätze.
Sieben Stück gibt es davon in der Gemeinde. Rockow und Kraase fallen gegenwärtig aus der Bestandsaufnahme heraus, da sie in diesem Jahr mit Hilfe von Leader-Mitteln und finanzieller Unterstützung von Jost Reinhold jeweils im Umfang von 30 000 Euro neu gestaltet werden. Die Anlage in Wendorf im Eigenheimgebiet am Krähenberg ist weitestgehend in Ordnung, wurde erst vor einigen Jahren angelegt. Gute Noten gibt es auch für die Tobeplätze in Möllenhagen an der Schule sowie in der Parkstraße. Handlungsbedarf ergebe sich nach Meinung von Amtsleiter Matthias Mahnke darum vor allem in Lehsten und Groß Varchow.
„Anhand vorliegender Prüfunterlagen könnten anstehende Aufgaben abgearbeitet werden. Wir wollen dazu eine Arbeitsgruppe bilden, die sich vor Ort umschaut. Beginn soll in Lehsten sein”, sagte der Mitarbeiter der Amtsverwaltung. Mit einem dreigliedrigen Prüfverfahren sichern sich Amt und Gemeinde ab, um rechtzeitig über Mängel auf den Tobeplätzen informiert zu werden. „So schaut sich der Gemeindearbeiter jede Woche einmal auf den Spielplätzen um, vierteljährlich erfolgt die Kontrolle durch das Bauamt. Und einmal im Jahr inspiziert eine externe Firma unsere Tobeplätze, listet Schäden auf und gibt Empfehlungen”, so der Mitarbeiter der Verwaltung.
Und so findet sich auf Protokollen durchaus der Hinweis: „Instandsetzen oder Sperren!” Frischen Sand auf den Spielflächen auszubringen, das sei nach Meinung des Bauamtsleiters auch keine große Hürde. Schwieriger werde es schon beim Tausch von Geräten, die nunmal richtig Geld kosten. Hier und da Teile eines Gerätes auszubessern, auch das könne für die Zukunft keine Dauerlösung sein. Da Möllenhagen aber noch immer keinen Haushalt für 2017 hat, kann die Gemeinde auch kein Geld für Instandsetzungen auf den Spielplätzen ausgeben. „Geht es um Verkehrssicherheitspflichten, können wir aber durchaus dem Haushalt vorgreifen”, räumt Matthias Mahnke ein. Dennoch müssten Kompromisse gesucht werden, um weiterhin ein gefahrloses Herumtollen der Kinder auf den für sie eingerichteten Plätzen zu garantieren.
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m.jacobs@nordkurier.de

07.04.2017 
Quelle: Nordkurier 

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