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05.01.2018

Penzliner erleichtert über Aufklärung des Baumfrevels

Zwei Teenager haben die Taten eingestanden – ihr Tatmotiv für das sinnlose Absägen von rund 80 Bäumen: Langeweile. Nun sitzt die Stadt Penzlin auf einem Riesenschaden von mehr als 70 000 Euro. Der Hinweis eines Zeugen hatte die Polizei auf die Spur der beiden Täter gebracht.

Penzlin. Der Aufruf an die Bevölkerung hat Früchte getragen. Am Dienstagnachmittag gab ein Zeuge in der Polizeistation Penzlin den entscheidenden Hinweis auf die möglichen Täter, die zwischen Weihnachten und Silvester 77 Bäumen im Penzliner Bereich die Krone abgesägt hatten. Nach Mitteilung der Polizei konnten im Zuge der Ermittlungen anschließend zwei Tatverdächtige ausfindig gemacht werden. Aus purer Langeweile hätten ein 15-Jähriger und ein 18-Jähriger aus dem Malliner Bereich sich an den Bäumen zu schaffen gemacht.
„Wir sind erleichtert, dass der Spuk ein Ende hat. Angesichts der Schadenshöhe von 70 000 Euro wird die Stadt keine Nachsicht walten lassen und einen Rechtsanwalt einschalten. In einem zivilrechtlichen Verfahren wollen wir unsere Forderungen geltend machen”, sagte am Donnerstag Bürgermeister Sven Flechner. Die Stadt wolle damit ein Zeichen setzen.
Acht Bäume, zum Teil erst im Herbst gepflanzt, wurden an der Gemeindestraße zwischen Mallin und Passentin verstümmelt. Am Radweg von Mallin nach Penzlin machten sich die namentlich bekannten Tatverdächtigen sogar mit Axt und Astsäge an 69 Bäumen zu schaffen. Während der Vernehmung durch die Polizei räumten sie diese Taten auch ein. Auch die bereits im November gefällten zehn Winterlinden und eine Esche zwischen Mallin und Passentin gehen nach deren Aussage auf ihr Konto, war von der Polizei zu erfahren.
Die Stadt Penzlin hatte Strafanzeige erstattet und für Hinweise, die zum Ergreifen der Täter führen, 500 Euro Belohnung ausgesetzt. Die gleiche Summe hatte die Wählergemeinschaft Penzliner Land zur Verfügung gestellt. Und dieses Geld werde dem Zeugen nach Prüfung aller Sachverhalte auch ausgezahlt werden, so der Bürgermeister.

Über Anklage entscheidet die Staatsanwaltschaft
War die Stadt anfangs von einem Schaden von etwa 50 000 Euro ausgegangen, so kamen letztlich weitere 20 000 Euro dazu. Denn die Tatverdächtigen hatten auch die tragenden Kanthölzer einer Schutzhütte am Radweg angesägt, die nun aus Sicherheitsgründen neu aufgebaut werden müsse. „Zum Glück kam auf dem Radweg niemand zu Schaden. Lagen einige abgesägte Kronen doch direkt auf der asphaltierten Piste”, so Sven Flechner. Für Neuanpflanzungen fehle der Stadt derzeit das Geld. Eventuell wäre der Lückenschluss an der Allee zwischen Marihn und Passentin möglich.
Der Fall sei noch nicht abgeschlossen, teilte auf Nachfrage Kathrin Jähner von der Polizeiinspektion Neubrandenburg mit. Die Ermittlungen würden weiter geführt, zumal es um mehrere Tatbestände gehe. Ob ein Strafverfahren gegen die namentlich bekannten möglichen jungen Täter eröffnet werde, darüber entscheide letztlich die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg.

05.01.2018 
Quelle: Nordkurier 

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