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31.03.2017

Penzlin trauert: Er ist dann mal weg...

Die Bewerbungsfrist für den Posten in der Röbeler Kämmerei ist schon lange abgelaufen. Nun steht auch der neue Finanzchef fest. Für den einen oder anderen Einwohner ist er sicherlich ein alter Bekannter.

Penzlin/Röbel. Der Nachfolger von Röbels scheidender Kämmerin Hannelore Guth steht fest: Matthias Mahnke wird ab Anfang Juli das Amt für Finanzen in der kleinen Müritzstadt leiten. Der 35-Jährige, der sich gegen zehn Bewerber aus der Region durchsetzte, ist derzeit noch der Chef der Kämmerei sowie des Bauamtes in Penzlin.
„Er hatte uns vergangene Woche mit seinem Weggang konfrontiert und die Kündigung eingereicht“, sagt Penzlins Bürgermeister Sven Flechner. Er bedauere, dass Mahnke die Verwaltung verlasse. Zumal auf Mahnkes Wunsch hin Anfang 2016 die beiden Ämter miteinander verbunden wurden, erklärt Flechner. Dass der Finanzexperte irgendwann mal kündigen werde, damit habe er gerechnet, so Flechner. „Aber nicht, dass es jetzt passiert“, sagt er.
Allerdings könne er die Entscheidung auch verstehen. „Junge Leute wollen sich noch entwickeln, sich ausprobieren“, sagt er. Hat es vielleicht auch am Gehalt gelegen? „Wir zahlen nach Tarif und werden davon nicht abgehen“, sagt Penzlins Stadtoberhaupt. Allerdings sei ein Amtsleitergehalt schon abgestuft, also nicht so hoch wie beispielsweise das eines Bürgermeisters.
Das Gehalt sei für ihn nicht ausschlaggebend gewesen, sagt Matthias Mahnke. Der Wechsel habe vielmehr mit seiner Herkunft aus Röbel zu tun. „Ich bin hier verwurzelt und meine Familie sowie meine Freunde sind vor Ort“, sagt er. „Meine Eltern leben dort noch und sind eine große Stütze, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben geht“, so Mahnke. Oma und Opa werden die beiden Knirpse nun wohl des Öfteren betreuen.
Die Penzliner Verwaltung verliert mit Mahnke einen Experten, der BWL mit dem Schwerpunkt öffentliche Finanzen studiert hatte. Mit dem Wechsel komme er zum reinen Finanzbereich zurück. „Die Zusammenlegung von zwei Ämtern ist eine tolle Sache und hat viele Vorteile, aber ich bin ein gelernter Finanzer und dafür brenne ich“, sagt Mahnke. So sei der Röbeler Bereich deutlich größer als der Penzliner, schildert Mahnke, der seit 2012 in Penzlin arbeitete. Zum Hintergrund: In Röbel muss die Kämmerei für 23 Gemeinden sowie das Amt die Haushalte erstellen. In Penzlin ist es ein städtischer sowie drei gemeindliche Haushalte.
In seinen Augen falle Penzlin nach seinem Weggang nicht ins Bodenlose. „Bei den Jahresabschlüssen sind wir im Vergleich zu anderen Kommunen sehr gut aufgestellt“, sagt er. Während man in Penzlin schon beim Jahr 2015 angekommen ist, liegen viele andere Gemeinden noch weiter zurück.
Dennoch: Die Penzliner Verwaltung bringt Mahnkes Kündigung in schwieriges Fahrwasser. Denn ab August wird auch seine Vertretung ausfallen. „Sie wird aus persönlichen Gründen in den nächsten Monaten ihre Aufgaben nicht wahrnehmen können“, erläutert Flechner. Somit werden die künftigen Monate eine große Herausforderung für die Mitarbeiter. „Wir werden dann sicherlich hauptsächlich nur das Tagesgeschäft aufrechterhalten können.“ Auch im Bauamt werden sie durch Mahnkes Weggang zurückgeworfen. „Dennoch wollen wir angeschobene Projekte durchziehen wie die Erneuerung des Voß-Hauses oder die Sanierung des nördlichen Teils der Stadtmauer“, so Flechner.
Damit die beiden offenen Leiter-Stellen möglichst schnell besetzt werden, wurden die offenen Stellen bereits in verschiedenen Tageszeitungen ausgeschrieben. „Ich gehe davon aus, dass die Posten im letzten Quartal 2017 oder sogar erst Anfang 2018 besetzt werden“, sagt Flechner.
Und die Röbeler? „Wir sind froh, dass sich ein junger und kompetenter Kämmerer auf die Stelle der scheidenden Kämmerin, die in ihren wohlverdienten Ruhestand geht, beworben hat“, sagt Röbels Bürgermeister Andreas Sprick. Dass Matthias Mahnke ein Röbeler Jung sei, toppe die ganze Sache, ergänzt Sprick.
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31.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

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