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14.05.2018

Penzlin gewinnt den Schlagabtausch

In der Fußball-Landesliga hat der Penzliner SV sein Heimspiel gegen den SV Jahn Neuenkirchen knapp, aber mit voller Leidenschaft für sich entscheiden können.

Penzlin. Die 120 Zuschauer, die am Sonnabend bei der Rasenpremiere des Penzliner SV im Stadion Am See dabei sein wollten, hatten alles richtig gemacht, denn das Heimspiel in der Fußball-Landesliga Ost gegen den SV Jahn Neuenkirchen hatte alles, was ein packendes Match bieten kann – einige Lattentreffer zum Haare raufen, Platzverweis, viele Tore auf beiden Seiten und Zittern um den Sieg bis zum ersehnten Abpfiff.
Der Personalkader der Gastgeber erwies sich doch nicht als so geschrumpft, wie von Trainer Dieter Lattmann noch am Donnerstag befürchtet. So konnte Norman Richter spielen, und auch Tony Engel wollte trotz Schmerzen am Fuß dabei sein. „Und plötzlich tauchte auch noch Torwart Kevin Nethe auf, mit dem hatte ich gar nicht gerechnet“, freute sich Dieter Lattmann. Zum Glück, denn alle drei genannten Kicker, die eigentlich hätten fehlen sollen, hatten im Verlauf der Partie gehörigen Anteil an dem knappen 4:3-Endergebnis.
So hatte Tony Engel in der 8. Minute schon fast den ersten Treffer auf dem Kopf. Ein Freistoßball von Lars Meyne wurde abgewehrt, von Peter Herrmann wieder in den Strafraum geflankt, wo Engel nur um Haaresbreite am Leder vorbei schrammte. Doch auch Neuenkirchen war gefährlich, als zum Beispiel Kapitän Titze aus Nahdistanz abzog, und nur eine Parade von PSV-Keeper Kevin Nethe wie auch 20 Minuten später bei einem Knaller von Alexander Woesner einen Rückstand verhinderte (10.).
Zunächst war aber Penzlin wieder am Zug, als Jonas Dodeck rechts durch war und auf Toni Weden flankte. Dessen Schuss konnte der Jahn-Keeper gerade noch über die Torlatte heben (20.). Eine Viertelstunde später war Toni Weden aber erfolgreich. Christoph Lukesch gab einen schon fast über die Grundlinie gerollten Ball nicht verloren und flankte ihn vor den Strafraum, wo er von Toni Weden an den rechen Pfosten gehämmert wurde. Statt sich die Haare zu raufen behielt Toni Weden die Nerven und jagte das zurückprallende Leder ins rechte Eck zum 1:0 (35.). Das war der Auftakt zum Dauerfeuer auf das Jahn-Gehäuse. Ein Eckball von Peter Herrmann gelangte von Toni Weden zum links stehenden Christoph Lukesch, der das Leder in den Fünfmeterraum flankte. Warum da auf er rechten Seite Tony Engel völlig allein stand, war später Thema der hitzigen Halbzeitansprache des Gästetrainers. Tony Engel jedenfalls knallte das Leder kurz und schmerzlos zum 2:0 in die Maschen (41.). Dann zog Norman Richter ab, traf aber nur die Torlatte (43.). Und nach einer Ecke köpfte Tony Engel den Ball auch noch an die Torlatte (44.). Der Pausenpfiff war also zunächst eine Erlösung für die Kicker aus Neuenkirchen. Allerdings mussten die sich in der Pause eine emotional aufgeladene ununterbrochene 15-Minutenrede ihre Trainers anhören.
Und die hatte Erfolg, denn vom Wiederanpfiff weg drehten die Jahn-Kicker auf. Zunächst konnte sich Kevin Nethe auszeichnen, als er einen Schuss von Titze abwehren konnte (46.). Doch dann stand er zu weit vor dem Kasten. Das nutzte Alexander Woesner aus und lupfte den Ball zum 2:1-Anschlusstreffer in PSV-Tor (47.). In der 50. Minute prüfte nun auch Neuenkirchen bei einem Freistoß die Haltbarkeit der Torlatte. Jetzt war Neuenkirchen am Drücker, also Zeit für Penzliner Konter. Und der folgte prompt: Peter Herrmann setzte sich rechts durch, der Ball wurde nach links abgewehrt, aber da kam dann auch schon Christoph Lukesch angesaust, der den rechten Innenpfosten beim Torerfolg zum 3:1 mit einbezog (53). Norman Richter jagte das Leder zwar noch über den Kasten (69.), aber eigentlich schien man den Gästen den Zahn gezogen zu haben.
Umso unverständlicher war das wirklich böse Foul von Jonas Dodeck in der 71. Minute, für das er mit der Ampelkarte vom Platz flog und damit sogar noch gut bedient war. Jetzt witterte der SV Jahn Neuenkirchen in Überzahl natürlich wieder Morgenluft. Das nutzte Felix Woesner mit seinem Treffer in die rechte Ecke zum 3:2-Anschlusstor (74.). Doch Penzlin gab auch in Unterzahl nicht auf. Im Gegenteil: Norman Richter machte im Strafraum noch zwei Schlenker, bis der den Ball zum 4:2 in die Maschen drosch (80.). Umso bissiger wurde Neuenkirchen, und Kevin Nethe stand unter Dauerbeschuss: In der 87. Minute konnte Kevin Nethe einen Schuss aus Nahdistanz gerade noch an den rechten Außenpfosten lenken, von wo aus er ins Aus ging. Dann wehrte er in de Nachspielzeit einen Ball großartig ab, doch Rico Becker traf im Nachsetzen zum 4:3 (90+1). Jetzt hieß es, eine lange Minute lang noch zittern, bis Schiedsrichter Florian Koch abpfiff.
„Bis auf die ersten 15 Minuten und dem Platzverweis bin ich sehr zufrieden mit dem Spiel, zumal man bedenken muss, dass einige Spieler angeschlagen sind. Zum Schluss wäre es natürlich besser gewesen, nicht immer wieder nach vorn zu gehen sondern den Vorsprung zu verteidigen, aber Penzlin ist eine Offensivmannschaft, das bekommt man den Spielern nicht mehr abgewöhnt. Ich muss der Mannschaft aber ein großes Kompliment machen, das war wirklich eine kämpferisch sehr gute Leistung“, sagte Dieter Lattmann.
Penzlin: Kevin Nethe - Oliver Kowal, Jonas Dodeck, Steven Köckert, Tony Engel - Daniel Kowal, Lars Meyne - Christoph Lukesch (76.Michael Hönig), Peter Herrmann, Norman Richter, Toni Weden (61. Frank Herrmann)

14.05.2018 
Quelle: Nordkurier 

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