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07.03.2017

Millionen-Schaden nach Brand im Heizkraftwerk

Ein Feuer in einem Blockheizkraftwerk löste in der Nacht zu Montag einen Großeinsatz in Penzlin aus. Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz, zu retten war aber kaum noch etwas. Für einige Menschen wurde es nach dem Brand kalt, andere hatten kein Wasser.

Penzlin. Rund eine Million Euro Schaden entstand in der Nacht zum Montag durch einen Brand, der in einem privaten Blockheizkraftwerk in Penzlin ausgebrochen war. Ein Gebäude, in dem Holzhackschnitzel gelagert und zudem zwei Radlader untergestellt worden waren, brannte komplett aus. „Als wir eintrafen, stand das Gebäude schon in voller Ausdehnung in Flammen. Da war leider nicht mehr viel zu retten“, berichtete Gemeindewehrführer Uwe Brandt.
Um 22.31 Uhr war die Penzliner Wehr alarmiert worden. Hinzu gerufen wurden außerdem die Wehren aus Krukow, Marihn, Möllenhagen, Alt Rehse und Groß Vielen. Ausrücken musste auch die Berufsfeuerwehr Neubrandenburg, weil ihre Drehleiter gebraucht wurde, um das Gebäude von oben löschen zu können. Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. „Bei den Löscharbeiten ging es vor allem darum, ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargebäude der Telekom zu verhindern“, so Brandt.
Gegen 1 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Doch abrücken konnten die Feuerwehrleute noch nicht: Zum einen musste die Brandwache übernommen werden, zum anderen schwelte es an einigen Stellen im ausgebrannten Gebäude weiter, zum Beispiel in einem Holzschnitzel-Vorratsbehälter. Am Montagmorgen traf am Brandort auch der Brandursachen-Ermittler Olaf Lawrenz ein. „Es ist zu diesem Zeitpunkt noch viel zu früh, um zu sagen, was die Ursache für den Brand gewesen sein könnte. Die Ermittlungen laufen noch“, erklärte er dem Nordkurier.
Ihre erste Bewährungsprobe hatte bei dem Großbrand die neu gebildete Einsatzleitung auf Amtsebene zu bestehen. Dieses Gremium, das sich aus Mitgliedern der Wehren in den Amtsgemeinden zusammensetzt, hatte sich nach der Neustrukturierung der Feuerwehrarbeit im Amt Penzliner Land gebildet. „Die Löscharbeiten haben gut geklappt, alles machte einen professionellen Eindruck“, schätzte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner am Morgen nach dem Brand ein. Er selbst war noch in der Nacht am Brandort gewesen, um sich selbst ein Bild zu machen.
Nach Angaben des Bürgermeisters wurden über 100 Wohnungen, aber auch das Penzliner Awo-Pflegeheim von dem privaten Blockheizkraftwerk in der Gärtnereistraße versorgt. „Für unsere städtischen Wohnungen konnten wir für die Wärmeversorgung auf eigene ältere Anlagen zurückgreifen, sodass Mieter nicht in kalten Wohnungen sitzen müssen“, sagte Flechner. Dass die Feuerwehren bei einem Großeinsatz jede Menge Wasser verbrauchten, das bekamen auch die Bewohner auf den Dörfern ringsherum zu spüren. „Das Wasser wurde zeitweise knapp oder kam nur mit einem geringen Druck aus der Leitung“, bestätigte Flechner.
Mit Essen und Trinken wurden die Löschmannschaften übrigens auch vom stellvertretenden Penzliner Ortswehrführer Peter Bartloff versorgt. Der betreibt einen Partyservice und hatte zu Montag bereits für Kunden ein Büfett vorbereitet. Das stellte er seinen Kameraden und den Einsatzkräften in der Nacht zu Montag zur Verfügung. „Bei so einem Großbrand müssen wir alle zusammenhalten, jeder hilft, wo es geht. So ein schlimmes Ereignis schweißt auch zusammen“, meinte Penzlins Bürgermeister, der sich froh darüber zeigte, dass bei dem Brand kein Menschenleben in Gefahr war und keine weiteren Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden.
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07.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

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