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11.07.2018

Mehr als nur die gute Seele der Seenrunde

Das Leben hat Konstanze Strohmayer von den Alpen nach Mecklenburg geführt. Im Gepäck hat sie viele Talente und Erfahrungen. Dass sie hier schon viele Menschen kennen, liegt daran, dass ihr Herz immer da ist, wo sie gerade lebt und wirkt.

Rumpshagen. Von den Bergen spricht sie nie. Dabei ist Konstanze Strohmayer in Herrsching am Ammersee mit Blick auf die Alpen aufgewachsen. Die Eltern führten eine Skischule und es herrschte immer viel Betrieb und Besuch. Jetzt lauscht sie in die Stille Mecklenburgs, die nur manchmal durch Baulärm durchbrochen wird, denn Konstanze Strohmayer hat große Pläne. Ihr Herz ist immer da, wo sie gerade lebt und wirkt. Und das ist Rumpshagen.
Gleich neben dem Schloss hat sie vergangenen Dezember eine Hälfte des alten Marstalls gekauft und gestaltet Haus und Hof zu einem Ort, den es eigentlich schon vor sieben Jahren gab. Allerdings nur in ihrer Vorstellung, denn zu diesem Zeitpunkt wohnte Konstanze Strohmayer noch bei Regensburg und leitete mit ihrem damaligen Mann vier Schnellrestaurants mit 240 Angestellten. Zuvor betrieben sie eine Kneipe in Oberfranken. „Das war weit über die Kreisgrenzen bekannt und ohne Reservierungen hatte man keine Chance auf einen Tisch“, erzählt sie.
Man könnte denken, sie sei falsch abgebogen, aber die erfolgreichen Jahre in der Systemgastronomie stehen in keinem Widerspruch zu dem kleinen Seminarhaus mit Mecklenburger Fahrradcafé, das sie gerade aufbaut. „Das war ein knackiges Business. Aber ich habe viel gelernt für die innere Arbeit mit Menschen“, sagt sie.
Viele Menschen in der Seenplatte kennen sie schon, denn Konstanze Strohmayer hat an der Seite von Detlef Koepke die Mecklenburger Seenrunde entwickelt. Sie ist kreative Ideengeberin, ordnende Kraft, die gute Seele. Für das Unterkunftsportal der Seenrunde reist sie zu Vermietern und hält Kontakte zu den vielen ehrenamtlichen Helfern. Auf dem Sattelfest im Neubrandenburger Kulturpark gibt es am Café-Zelt einmal im Jahr Kostproben der großen Gabe, die sie besitzt. „Aus den einfachsten Zutaten etwas machen, das unverschämt lecker ist. Darum geht‘s“, sagt die gelernte Hotelfachfrau und leidenschaftliche Köchin.
Die Liebe zu Lebensmitteln hat lange Wurzeln in ihrer Familie. Ihre Oma war Köchin im Münchener Hofbräuhaus. Als junges Mädchen hat sie oft die Gäste der Skischule bekocht, die Familie, den Freundeskreis. Es gab Traditionelles wie Gulasch mit Semmelknödeln, Pasteten oder Dampfnudeln. Nach dem Abitur hat sie im Königshof in München gelernt, einem 5-Sterne-Haus mit Sterne-Restaurant. „Das war erstklassiger Service der alten Schule“, sagt sie. Danach ging es in die Vinothek von Geisels, ebenfalls eine Topadresse.
„Mir ging und geht es immer darum, anderen eine Zeit zu schenken, die man selbst gern so hätte. Ich bin dabei Teil der Inszenierung“, sagt sie. Kochen ist für sie wie Meditation. Reinschauen, umrühren, probieren. Es geht um die Frage, was das Wesen der Dinge ist. Diese Neugier habe sie stets angetrieben, sowohl beim Kochen als auch bei der Arbeit mit Menschen. Konstanze Strohmayer ist ausgebildete Touch-Life-Therapeutin und Forscherin im Bereich der erwachenden, weiblichen Spiritualität.
In Rumpshagen sollen nun alle Leidenschaften ihren Ausdruck finden. Während das Radcafé noch etwas auf sich warten lässt, geht es am Wochenende schon mit Seminaren los. Am Samstag bietet Konstanze Strohmayer einen Mantra-Tag für Frauen an. „Mantren haben eine unglaubliche Kraft. Sie ermöglichen auf einfache und sanfte Art, Schichten in uns zu berühren, die tiefer liegen, die uns erkennen lassen, wer wir in Wahrheit sind, die uns die Verbindung zur Quelle spürbar werden lassen“, erklärt sie. Für das Seminar von 9 bis 18 Uhr hat sie die Yogini Spirit Sisters Cornelia Kamala Strobel, Rotraud Huck und Susanne Tuyukaw Fischer eingeladen. Bereits am Freitag gibt es einen offenen Abend von 19 bis 21 Uhr, wo auch neugierige Männer kommen dürfen. Anmeldung unter seminare@korum.biz oder telefonisch unter 0171 6184083.
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i.nehls@nordkurier.de

11.07.2018 
Quelle: Nordkurier 

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