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29.09.2018

Möllenhagen wächst mit neuem Bauboom

Immer mehr junge Menschen wollen in Möllenhagen und Umgebung bauen. Denn dafür gibt es mehrere gute Gründe. Damit die Leute auch bauen können, wie sie wollen, wurde der Bebauungsplan in Wendorf angepasst. Das hat Folgen.

Möllenhagen. Das Glück liegt in der Mitte. Und die Mitte heißt Möllenhagen. Denn je weiter man sich von der Müritz in Richtung Osten bewegt, desto näher rückt man an die Kreisstadt Neubrandenburg heran. Und die Nähe zum Oberzentrum hat für viele junge Menschen ihren Reiz, wie Möllenhagens Bürgermeister Thomas Diener (CDU) weiß.
„Seit 2015 haben wir mehr Zuzug als Wegzug. Und mit dem Zuzug vor allem von jungen Familien mit Kindern wird die Bevölkerung auch jünger“, freut sich Thomas Diener. Gab es vor ein paar Jahren noch die Idee, aus der Möllenhagener Regionalschule irgendwann ein Altersheim zu machen, platzt die Schule nun fast aus allen Nähten.
Damit Möllenhagen wachsen kann, haben die Gemeindevertreter kürzlich beschlossen, ein Planungsbüro zu beauftragen, um mögliche Grundstücke für Wohnungsbau zu bestimmen. „Wir hatten die Notwendigkeit in den vergangenen Jahren nicht gesehen“, sagt Thomas Diener. Das Büro soll analysieren, wo eine Bebauung im Ort sinnvoll ist, damit die Gemeindevertreter dann eine gute Entscheidungsgrundlage haben.
Die Häuslebauer seien oftmals Kinder von Möllenhagenern oder aus den Ortsteilen. Was die jungen Menschen aufs Land zieht, das sind laut Diener die großen Grundstücke, die zudem deutlich günstiger seien als in Waren oder Neubrandenburg. Mit der Bundesstraße vor der Nase sei man schnell in den Städten, wo es Jobs gibt. Ortsteile wie Rockow seien unbekannte Perlen. „Viele sehen beim Vorbeifahren nur den großen Wohnblock. Aber hinter dem Block fängt die Welt erst an mit Feldern, Wald und einem See. Das erkennen immer mehr Leute“, sagt Diener.

Der alte B-Plan war eher ein „Bauverhinderungsplan“
Während in Möllenhagen noch Geduld gefragt ist, geht es in Wendorf schon voran. Im Wohngebiet „Krähenberg“ gab es lange Grundstücke, auf denen sich nichts tat. Jetzt haben die Gemeindevertreter einen neuen Bebauungsplan verabschiedet. „Der alte Bebauungsplan aus den 1990-er Jahren war ein Bauverhinderungsplan. Die Wünsche der Leute haben sich geändert. Und wenn die Leute nicht so bauen dürfen, wie sie wollen, dann bauen sie woanders“, begründet Diener die Anpassungen.
Die Veränderungen im B-Plan gelten für das gesamte Wohngebiet und damit auch für die älteren Häuser. Der Anstoß für die Anpassung sei von Bürgern gekommen, die sich bei Diener meldeten und ihre Bauabsichten und die damit verbundenen Schwierigkeiten vortrugen. Statt jedes Mal Einzelfallentscheidungen mit der unteren Baubehörde in Waren abzustimmen, habe man gleich den Bebauungsplan geändert, der jetzt beispielsweise Eigenheime im eingeschossigen Bungalowstil erlaubt, ein Häusertyp, der stark nachgefragt ist und in immer mehr Dörfern zu finden ist. Vier Grundstücke seien jetzt schon verkauft worden, sagt Diener zufrieden.
Die Gemeindevertreter haben im nicht öffentlichen Teil ihrer Sitzung zudem Aufträge für Straßeninstandhaltungsmaßnahmen in Höhe von 100 000 Euro beschlossen. Das Geld fließt in eine Straße in Rockow, die Ortsverbindung zwischen Rockow und Kraase, Hof Kraase, Ortsausgang Kraase Richtung Groß Plasten, die Ortsverbindung zwischen Kraase und Lehsten, die Einfahrt Hoppenbarg und nach Groß Varchow.

29.09.2018 
Quelle: Nordkurier 

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