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31.03.2017

Lesestube mit einer magischen Anziehung

Zum Bücherflohmarkt waren Spenden noch willkommen. Und mancher Leser wurde fündig in der Penzliner Stadtbibliothek. Doch jetzt geht es für die Bibliothekarin allmählich ans große Aufräumen und Sortieren. Denn Anfang des nächsten Jahres zieht die Einrichtung voraussichtlich in das sanierte Voß-Haus um.

Penzlin. „Ohne weiteres hätte ich einen Laster mit Neuerscheinungen beladen können. Damit wäre die geforderte Erneuerungsrate von sieben Prozent für unsere Einrichtung ganz einfach erfüllt gewesen”, schwärmt Susan Lambrecht noch immer von ihren Eindrücken auf der Leipziger Buchmesse. Doch die Stadtbibliothekarin muss sich noch zurückhalten mit der Anschaffung neuer Medien. Schließlich befinde sich die Kommune noch immer im sogenannten etatlosen Zustand, braucht vom Kreis grünes Licht für die Haushaltsführung.
Und auch die Höhe der Landesfördermittel, die die Stadtbibliothek seit 2016 erhält, sei noch nicht bekannt. „Auf jeden Fall gehört die Penzliner Einrichtung auch in diesem Jahr zu den 35 öffentlichen Bibliotheken, die sich über Gelder aus Schwerin freuen können”, hat die Fachfrau inzwischen wohlwollend erfahren.
Das lesefreundliche Niveau in der Bücherstube mit fast 8000 Medien in den Regalen quittieren auch die Penzliner, die gern vorbeischauen und sich mit aktuellem Lesestoff versorgen. Anlass dazu gab auch der Bücherflohmarkt, der zu Wochenbeginn seinen Abschluss fand. Er hat schon Tradition in der Bibliothek. „Mit Frühlingsbeginn sortieren die Leser oft auch ihre Sammlungen durch und beglücken uns dann mit Spenden. Da wir diese Bücher nicht alle in den Medienbestand aufnehmen können, geben wir sie zu günstigen Preisen weiter”, kommt Susan Lambrecht auf die zweiwöchige Aktion zu sprechen.
An die 300 Bücher fanden auf einem speziellen Tisch Platz, der zum Entdecken einlud. Dass besonders die Gartenbücher gefragt wurden, hing wohl mit den ersten warmen Sonnenstrahlen zusammen. Aber auch die Kinderbücher fanden großes Interesse. Christoph Büdke vom Müritz-Antiquariat, mit dem es schon lange eine Zusammenarbeit gibt, steuerte als Tauschvariante weitere Literatur bei. „Die Buchspender wissen, dass wir nur Literatur aus den vergangenen zehn Jahren entgegen nehmen. Dass heißt aber nicht, dass es bei uns keine DDR-Bücher mehr zu lesen gibt. Mitunter bin ich sogar froh, ein fast zerfleddertes Buch gegen ein besser erhaltenes austauschen zu können”, so die Stadtbibliothekarin. Einnahmen in Höhe von 50 Euro kamen durch den Flohmarkt zusammen. Aber auch in die Spendenbüchse für die Bibliothek fiel dabei so mancher Taler.
Wenngleich der Umzug der Bibliothek in das sanierte Voß-Haus am Markt terminlich noch nicht festgezurrt ist, so bereitet Susan Lambrecht schon so allmählich das große Einpacken vor. Dabei wird sie von den ehrenamtlichen Mitstreitern Christina Schaumann und Doreen Skischally aktiv unterstützt. So statten die Frauen momentan die Fachbücher in den Regalen mit neuen Signaturen aus. Die Dateien dafür stellte den Penzlinern Petra Beyer von der Röbeler Bibliothek zur Verfügung.

31.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

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