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14.03.2018

Kita-Bau: Penzlin will für die Kirche in Vorleistung gehen

Seit 2008 betreibt die Kirchengemeinde in Penzlin eine evangelische Kindertageseinrichtung, die dringend erweitert werden muss. Um das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, fasst die Stadt die Bauherrschaft ins Auge.

Penzlin. Wer sich junge Leute in die Stadt holen möchte, der braucht dafür nicht nur behaglichen Wohnraum. Die mögliche Unterbringung von Kindern bildet dabei einen wichtigen Faktor. In Penzlin platzen die Kitas in Trägerschaft von Awo und Kirchengemeinde aber längst aus allen Nähten. Die Anmeldungen für die Lütten reichen sogar bis Dezember 2019. Es gibt Wartelisten. Seit November des Vorjahres ist direkt in der Stadt auch keine Tagesmutter mehr tätig. Diesen Mangel nahm auch das Jugendamt des Kreises schon aufs Korn und regte die Stadt zur Schaffung von weiteren 60 Kita-Plätzen an.
„Die Bereitstellung von Kita-Plätzen ist keine gesetzlich zugewiesene Aufgabe der Stadt. Aber im Rahmen der Daseinsvorsorge und der Attraktivität als Wohnstandort werden wir uns diesem Anliegen wohl nicht entziehen können”, sagt Bürgermeister Sven Flechner zu ersten Überlegungen in der Verwaltung.
Dass so eine Einrichtung nach Auffassung des Kreises im Grundzentrum angesiedelt werden soll, könne er nachvollziehen. Denn mit Mallin und Passentin gebe es auch Kindereinrichtungen im ländlichen Raum. Zu klären sei mit den Stadtvertretern, ob Penzlin sich als Bauherr vor diesen Karren spannen möchte. Der Neubau könnte anschließend an einen Träger vermietet werden. „Betreiben werden wir so eine Einrichtung auf keinen Fall”, ist sich das Stadtoberhaupt sicher.
Der Kirchengemeinde fehlen die Eigenmittel
Da nicht abzusehen sei, ob einer der jetzigen Kita-Träger so eine Baumaßnahme übernehmen könnte, will die Stadt in Vorleistung gehen. Und das auch, damit nicht weiter wertvolle Zeit vergehe. Die Kommune macht ihren Entschluss aber auch von einer erhöhten Fördersumme abhängig. „Denn wir sind mit unseren derzeitigen Vorhaben finanziell voll ausgepowert”, sagt Sven Flechner in Anspielung auf die klamme Kasse der Stadt. Gegenwärtig sei man auf der Suche nach einem geeigneten Standort für den Neubau, was sich als schwierig erweise. Fehle es doch generell an Bauplätzen im Stadtgebiet.
Wie von der Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow/Mölln zu erfahren war, stehe sie so einem Neubau nach wie vor aufgeschlossen gegenüber und würde sich über die von der Stadt angedachte Variante freuen.
Den Bau allein zu bewerkstelligen, das würde der Träger nicht schaffen. Der Landkreis hatte der Kirchengemeinde 2017 eine Fördersumme von 700 000 Euro für den Bau einer weiteren Kindertageseinrichtung in Aussicht gestellt. Das wäre eine 90-prozentige Förderung, die allerdings noch mit Eigenmitteln von 80 000 Euro aufgestockt werden müsste. Nach langwierigen Beratungen kam der Kirchengemeinderat zum Schluss, dass dieses Vorhaben doch eine Nummer zu groß wäre. Im Team mit der Stadt könnte die Idee von einer zweiten Kita aber durchaus Realität werden.

14.03.2018 
Quelle: Nordkurier 

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