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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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25.09.2018

Kinder aus Punschendörp sammeln Erwachsenen den Dreck hinterher

Penzliner Grundschüler haben etliche Müllsäcke gefüllt. Von ihrem Projekt soll auch der Regenwald profitieren.

Penzlin. Als erfolgreich fasst Julia Tannert, die Gemeindepädagogin in der Kirchengemeinde Penzlin-Mölln, das Umweltprojekt „Bewahrung der Schöpfung“ zusammen, das sie im Frühjahr selbst auf den Weg gebracht hatte. Bei einem Spaziergang in der Flur zeigt sie sich erschüttert, wie vermüllt doch die Äcker und Wiesen sind. Das hat Tannert zum Anlass genommen, zusammen mit Kindern der Umwelt etwas Gutes zu tun. Nachhaltig soll das Projekt durch das Prägen des kindlichen Bewusstseins für eine saubere Natur sein.
Drei Müllsammeltermine gab es: Insgesamt zweieinhalb blaue Säcke voller Plastik, anderthalb Säcke voller Flaschen und Glasscherben und ein halber Sack Restmüll sind das Ergebnis. Besonders häufig mussten die kindlichen Beräumungskräfte – allesamt Penzliner Grundschüler – am hiesigen See zum Müllsack greifen.
Nichts, was man nicht fand: „Bis zur kaputten Luftmatratze war alles dabei“, wundert sich die Gemeindepädagogin im Nachgang immer noch. Mit sieben Dritt- und Viertklässlern hat Tannert dort im Böschungsbereich des Sees allein eine halbe Stunde Scherben und Flaschen eingesammelt. Hinzu kommt ein halber Sack Restmüll und allerlei Plastik. Ein – nicht vorhandenes – Umweltbewusstsein wurde dort offenbar, über das sie nur verständnislos den Kopf schütteln kann.
Kinder wollen ihre Aktion wiederholen
Neben den älteren Grundschülern haben sich zusätzlich 13 Erst- und Zweitklässler freiwillig an dem Projekt Umweltprojekt beteiligt. „Es war der Wunsch der Kinder, dass wir die Müllsammelaktion viertel- oder halbjährlich wiederholen“, freut sich die Gemeindepädagogin. Übrigens: Im Rahmen der Aktion wurde im Penzliner Gemeindehaus eine Anlaufstelle geschaffen, Altpapier abzugeben, um es dann gemeinsam zur Penzliner Verwertungsanlage zu bringen.
Das im Gemeindehaus abgegebene Altpapier sorgte für einen kleinen Geldregen. Sieben Cent pro Kilogramm bekamen die Kinder für das Abgegebene. Mit dem Geld soll auf Wunsch der Kinder hin der Regenbogenwald e.V. unterstützt werden. Dieser Verein kauft Regenwaldgebiete. Jene Flächen sollen entweder vor Rodung geschützt oder neu aufgeforstet werden. Rund 150 Euro seien bereits zusammengekommen. Bis zur 500-Euro-Marke werde mindestens gesammelt, so Tannert. Diejenigen, die dabei helfen möchten, können sich durch Altpapierabgabe im Gemeindehaus oder eine Spende beteiligen. Apropos: Ein von den Kindern gestaltetes Plakat über die schönen und Schattenseiten in der Natur hängt in der Penzliner Kirche aus.

25.09.2018 
Quelle: Nordkurier 

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