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01.02.2018

In der Burg kommt es auf den richtigen Dreh an

Mit Spiel und Spaß lockt das Burgmuseum Penzlin jetzt vermehrt auch die kleinen Besucher an. Fanden sich sonst vor allem auf dem Burghof zauberhafte Tiere, so sind diese jetzt auch im Innern zu entdecken. Beispielsweise auf einer Rätselwalze.

Penzlin. Flederbock, Wolfsmaus oder Stubenotter? In der Alten Burg Penzlin finden sich passend zum Thema der Ausstellung über die Hexenverfolgung im Mittelalter wahrlich Tiere mit dämonischem Hintergrund, aber die genannten gehören wohl doch nicht dazu. Wer die beiden Teile der Rätselwalze geschickt dreht, der kommt auf die richtige Lösung. Dabei müssen die Bilder perfekt zusammengesetzt werden. Und so zeigen sich Ziegenbock, Fledermaus, Kaninchen, Kreuzotter, Stubentiger und Wolfsspinne.
Tischlermeister Klaus Loitz aus Federow unterstützte die Stadt erneut beim Ausstatten der Burg mit neuen Ausstellungsteilen und konstruierte diese Domänenwalze, die Kindern Rätsel aufgeben soll. Bestückt wurden die Holzelemente mit Zeichnungen von Fabelwesen und Hexenverwandlungstieren, die Jessica Matz von Norddesign Waren für die kleinen Burgbesucher angefertigt hat. „Die Fragmente sollen die jüngsten Gäste anregen, so lange zu drehen und zu suchen, bis zwei Hälften einer Gestalt zusammenpassen. Auch mit den Silben finden sie das richtige Wort”, sagt Museumsleiterin Professorin Andrea Rudolph. Gehe es pädagogisch doch auch darum, mit dem Bildverstehen ein erstes Interesse an Schrift und Sprache mit zu entwickeln.

Ausstellung im Obergeschoss umgestaltet
Die Museumsleiterin ist froh, dass die Einrichtung inzwischen richtig familienfreundlich geworden ist. Mit Hilfe von Leadermitteln konnte die Ausstellung im Obergeschoss komplett umgestaltet werden. Dort, wo sonst die Kinder über die Holzdielen preschten, finden sie jetzt Spielstationen, die ihrem Alter entsprechen. Dazu gehört auch die Säule mit Spruchsammlungen von Richard Wossidlo. Im Kinderspielzimmer steht ein magischer Kessel, der mit einem Computer versehen ist. Von diesem Raum aus können die kleinen Besucher durch eine Glaswand hindurch zudem auf den gewaltigen Rauchfangmantel der Ritterburg schauen, der zur mittelalterlichen Schwarzküche gehört. Speziell für das Spielzimmer hat der Federower Tischlermeister einen Schrank angefertigt, der mit einer Tafel versehen ist. Sie kann für Bewertungen bei gemeinsamen Spielen genutzt werden.
„Aber wir haben noch einen zweiten Schrank zum Stöbern eingerichtet. Hier sollten die Erwachsenen gern mal in die Schubfächer hineinsehen”, erklärt Andrea Rudolph ein weiteres neues Exponat in der Alten Burg. Zu entdecken sind Amulette und Zaubermittel aus dem Bereich des Aberglaubens. Sie stammen ebenfalls vom Volkskundler Richard Wossidlo, der Gymnasialprofessor in Waren war. Auch wenn im Burgmuseum noch bis Ostern eingeschränkte Öffnungszeiten gelten, so können sich die Besucher die Neuheiten durchaus schon ansehen. Hat die städtische Einrichtung doch an den Wochenenden von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet.
Einen ersten Höhepunkt in der neuen Saison wird es am 8. März geben. Denn dann wird zum „Frauentreiben auf Burg Penzlin” eingeladen. „Der Tag widmet sich dem weiblichen Bereich der Magie. Nach einem kurzweiligen Einblick in die Selbstermächtigung von Frauen mittels Zauber kann das Erfahrene an einer Kaffeetafel vertieft werden”, lädt die Museumsleiterin zu einer besonderen Runde ein und bittet um Anmeldungen.

01.02.2018 
Quelle: Nordkurier 

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