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09.03.2018

Hochzeitsschwur mit ritterlichem Beistand

Ja-Sager aus allen Himmelsrichtungen des Landes zieht es nach Penzlin. Dient der Rittersaal in der Alten Burg doch auch als Standesamt. 21 Anmeldungen gibt es bereits für dieses Jahr.

Penzlin. Mit einer Hochzeit zum Valentinstag am 14. Februar hatte Michaela Linnmann ihre Arbeit als Penzliner Standesbeamtin im vergangenen Jahr noch starten können. In diesem Jahr wollte sich aber leider kein Paar am Tag der Verliebten das Ja-Wort geben.
„Es geht erst im Mai mit den Hochzeiten los. Bis jetzt haben sich 21 Paare für das Jahr 2018 angemeldet”, ist von der Mitarbeiterin der Stadtverwaltung zu erfahren. Im Vorjahr verzeichnete sie 50 Eheschließungen in Penzlin, 2016 waren es 49. Lebenspartnerschaften zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen wurden 2017 nicht begründet. Aber auch das gab es schon in Punschendörp.
Und wie sieht es am 8.8.18 aus? „Dieser besondere Termin ist beliebt. Ich habe dafür schon drei Anmeldungen im Kalender vorgemerkt. Für den 18.8.18 kann ich allerdings keine Reservierungen annehmen, da dann das Burgfest der Stadt Vorrang hat”, sagt die 35-Jährige, die an der Güstrower Fachhochschule für öffentliche Verwaltung zur Stadtverwaltungsinspektorin ausgebildet wurde.

Auf dem Burghof unter freiem Himmel Ja gesagt
Dass vor der Walpurgisnacht am 30. April und zum Burgfest nicht im traditionellen Standesamt geheiratet werden kann, hat in Penzlin einen ganz einfachen Grund. Steht hier doch den Paaren für ihr Ja-Wort der historische Rittersaal in der Alten Burg zur Verfügung. Er ist es auch, der vor allem Auswärtige nach Penzlin lockt. Das mittelalterliche Flair sowie das rustikale Ambiente im geschichtsträchtigen Haus bieten den Paaren samt Hochzeitsgesellschaften etwas ganz Besonderes.
„Mitunter waren der Urlaub in der Region oder der Besuch des Burgfestes Auslöser dafür, in der historischen Anlage zu heiraten”, hat Michaela Linnmann im Gespräch mit Heiratswilligen erfahren, die sich für ihren großen Tag ganz bewusst Penzlin ausgesucht haben. Aber auch Leute, die mal in Penzlin zuhause waren oder hier Familie haben, kehren zum Fest der Feste gern in die Kleinstadt zurück.
Erstmals konnte die Standesbeamtin im Sommer 2017 Braut und Bräutigam einen besonderen Wunsch erfüllen: Die Trauung fand auf dem Burghof unter freiem Himmel statt. „Das muss man schon mögen. Schließlich läuft auf der Burg der Museumsbetrieb ab. In geschlossenen Räumen ist die Atmosphäre da schon persönlicher”, gibt die Mitarbeiterin der Verwaltung zu bedenken.

Keine lange Anlaufzeit nötig
Nicht jeder entscheide sich für den Rittersaal. Jene, die das ganze Brimborium rund um den Hochzeitstermin nicht mögen, kommen zu Michaela Linnmann einfach ins Büro und lassen sich eben nur zusammenschreiben. Und das passiert dann auch schon Mal mitten in der Woche. Ansonsten sind Freitag und Sonnabend die beliebtesten Termine fürs Hochzeitmachen.
Wie von der Fachfrau zu erfahren war, ist die geplante Vermählung mit dem eingereichten Wunschtermin noch lange nicht auf den Weg gebracht. So seien Unterlagen einzureichen und ein persönliches Gespräch auszumachen. Dabei können alle Details für die Eheschließung besprochen werden und die Verwaltungsmitarbeiterin erhält wichtige Fakten für ihre Rede zur Trauung, die ganz individuell für das jeweilige Paar verfasst wird.
„Bis kurz vor dem Heiligen Abend kann bei uns in Penzlin noch geheiratet werden”, checkt Michaela Linnmann freie Termine im Kalender. Wer alle Unterlagen zusammen habe und recht schnell in den Ehehafen will, brauche übrigens keine lange Anlaufzeit für diesen so wichtigen Schritt im Leben.

09.03.2018 
Quelle: Nordkurier 

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