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11.04.2017

Großer Bahnhof für die Bahnhofstraße

Es hat lange gedauert, bis der Ausbau der Bahnhof-straße in Penzlin angepackt werden konnte. Erst zeigten die Anwohner kein Interesse, dann fehlten Fördergelder. Nach einer Bauverzögerung rollen nun wieder Autos über die neue Straße. Das will sich sogar Innenminister Lorenz Caffier ansehen.

Penzlin. Sie hätte durchaus auch ein wenig Farbe vertragen können. Die neue Bahnhofstraße in Penzlin, deren Fußwege sich in einheitlichem grauen Pflaster zeigen. Bürgermeister Sven Flechner hätte sich hier beispielsweise gelbe Bischofsmützen gewünscht, wie sie in anderen Teilen der Stadt zu finden sind. Aber die Anwohner schauten aufs Geld, müssen sich schließlich in die Finanzierung ihrer Straße mit einbringen.
Das war auch der Knackpunkt dafür, dass ein erster Anlauf zum grundhaften Ausbau der Bahnhofstraße Ende der 90er Jahre nicht von den Bürgern mitgetragen wurde. Jetzt herrscht allgemeine Erleichterung, dass die Sache erfolgreich gemeistert wurde. „Es fährt sich gut auf der Straße und endlich gibt es ordentliche Bürgersteige”, sagt Blumenhändlerin Bianka Schwandt, die mit der monatelangen Vollsperrung oft um ihre Stammkunden fürchten musste.
Dass die Anzahl der Parkplätze aufgrund baurechtlicher Anforderungen minimiert wurde, das stößt manch einem Penzliner dennoch etwas sauer auf. Durch das wechselseitige Parken in der Einbahnstraße wird zumindest dem zu schnellen Fahren vorgebeugt, erweisen sich neue Asphaltdecken doch oft als Rennstrecken.
Ab Mai 2016 rückten die Straßenbauer an. Laut Planung sollte schon nach sechs Monaten alles fertig sein, doch es kam zu Verzögerungen. Denn neben dem Straßenbau mussten auch eine neue Trinkwasserleitung von 232 Metern Länge sowie jeweils 24 Anschlüsse für Schmutz- und Regenwasseranschlüsse verlegt werden.
Und da erwartete die Mitarbeiter des Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverbandes so manche Überraschung in Penzlin. Stammten die alten Trinkwasserrohre doch noch aus den 30er Jahren. Nach Auskunft von Holger Graubmann von den Warener Stadtwerken investierte das Unternehmen 140 000 Euro in neue Versorgungsleitungen in der Penzliner Bahnhofstraße. Dafür gab es keine Fördermittel.
Da war die Stadt Penzlin, die Bauherr für Straßenbau und das Installieren einer modernen Beleuchtung war, besser dran. Denn in die von der Kommune zu tragenden Gesamtkosten von 270 000 Euro gingen Kofinanzierungsmittel vom Innenministerium sowie Fördergelder vom Straßenbauamt Neustrelitz ein. Gleich mit gepflastert wurde die kurze Anbindung zur Hirtenstraße.
Mit einer ausgebauten Breite von 5,50 Meter, flankiert von soliden Gehwegen, gehört die Bahnhofstraße nun zu den neuen Errungenschaften in der Kleinstadt. Und sicher werden ihr heftige Regenfälle nichts mehr anhaben können. Zur offiziellen Einweihung der Bahnhofstraße am Mittwoch, 12. April, um 12 Uhr hat sich übrigens Innenminister Lorenz Caffier angesagt.
Nächstes Straßenbauprojekt in Penzlin wird der zweite Abschnitt der Turmstraße sein. Hierfür laufen noch die Planungen, so dass der Baubeginn erst für 2018 vorbereitet wird. Aber eventuell, so die Auskunft des Bürgermeisters, könne in diesem Jahr noch die von der Turmstraße abzweigende Kleine Straße angepackt werden.
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m.jacobs@nordkurier.de

11.04.2017 
Quelle: Nordkurier 

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