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02.06.2018

Freiwillige vor: Seniorenbeirat mangelt es an Bewerbungen

In Penzlin sollen die älteren Einwohner eine starke Stimme bekommen. Alles andere als stark sind aber die Bewerberzahlen für den Seniorenbeirat. Dabei wurde doch so lange für die Interessenvertretung gekämpft. Hat denn keiner Lust und Zeit?

Penzlin. Malchow hat einen, Waren hat einen, Röbel hat einen und nun soll auch Penzlin einen Seniorenbeirat bekommen. Aber eigentlich ist es schon zu spät. Denn bis zum 15. Mai sollten alle Vorschläge bei Penzlins Bürgermeister Sven Flechner auf dem Tisch liegen. „Bisher haben wir nur drei Kandidaten“, sagt Flechner zum aktuellen Bewerberstand.
Der Seniorenbeirat soll fünf bis elf Vertretern bestehen. Mitglied kann jeder werden, der das 60. Lebensjahr vollendet hat und bereit ist, die Belange älterer Menschen zu vertreten. Hauptwohnsitz sollte Penzlin oder einer der Ortsteile sein. Das sind auch schon alle Kriterien.
Hat denn keiner Lust und Zeit? „Ich habe erwartet, dass es schwierig wird, Leute zu finden“, sagt Flechner. Bei der nächsten Stadtvertretersitzung am 26. Juni soll die Wahl der Mitglieder schon stattfinden. Bürgermeister Sven Flechner ermutigt Vereine, Verbände, Kirchengemeinde, Bürgermeister, Ortsteilvertreter sowie Bürger, Kandidaten für das Gremium vorzuschlagen.
Sollte die Wahl des Seniorenbeirats auf den letzten Metern scheitern, nachdem es so ein langer Marathon war? Eine Interessenvertretung für ältere Bürger in Penzlin auf die Beine zu bringen, wurde schon in mehreren Anläufen versucht. Als im Vorjahr in der Stadtvertretung von der Fraktion SPD/Die Linke die Bildung eines Seniorenbeirates für Penzlin vorgeschlagen wurde, schlugen die Wellen hoch (der Nordkurier berichtete).

Vor allem der Kulturverein hatte sich stark gemacht
„Frauen und Männer im Seniorenalter, die in unserer Stadt leben, haben Interesse bekundet, sich über so einen Beirat stärker in den Gremien der Stadt zu engagieren. Bei Themen, die sie betreffen, wollen sie mitberaten und sich mit eigenen Wünschen und Vorstellungen einbringen”, begründete Dagmar Kaselitz (SPD) den Vorschlag. Die Diskussion reichte von Ablehnung bis Förderung.
Schließlich gab es grünes Licht. Mit sieben Ja-Stimmen und vier Enthaltungen stimmten die Penzliner Stadtvertreter der Bildung eines Seniorenbeirates zu und die Verwaltung wurde mit dem Erarbeiten einer Satzung beauftragt. Dabei orientierten sich die Penzliner an der Satzung des Neubrandenburger Seniorenbeirats und passten sie auf ihre Stadt an.
Für das Mitspracherecht der älteren Generation und die Bildung eines Seniorenbeirats hatte sich die Seniorengruppe des Penzliner Kulturvereins stark gemacht, allen voran der Vorstandsvorsitzende Hartmut Kindermann. Die Mitgliederzahl der Seniorengruppe ist von anfangs 46 auf mittlerweile 60 Leute gestiegen. „In den nächsten Jahren sind es die geburtenstarken Jahrgänge aus DDR-Zeiten, die in den Ruhestand gehen. Die Älteren werden damit mehr in Penzlin, was auch in der Kommunalpolitik Berücksichtigung finden muss“, forderte Hartmut Kindermann Anfang des Jahres und zeigte sich auch optimistisch, aktive Leute für dieses Ehrenamt gewinnen zu können. Gerade bei den freien Trägern habe sich ein großes Interesse an der Mitarbeit gezeigt.

02.06.2018 
Quelle: Nordkurier 

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