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13.04.2017

Einer für alle: Gärtner schenken’s sich

Besondere Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der Gartenverein Punschendörp 1957 feiert im September sein 60-jähriges Bestehen. Nur wenige Parzellen sind noch frei auf der 14 Hektar großen Anlage, die zur grünen Lunge der Kleinstadt gehört. Sie auch für Nichtmitglieder und andere Vereine zu öffnen, dafür wird momentan ein neues Projekt geschmiedet. Das kostet allerdings einiges.

Penzlin. Noch vor einem Jahr gab es viele Fragezeichen. Die Hobbygärtner wollten sich ein Vereinshaus schaffen. Doch für den Ausbau der ehemaligen Laube fehlten die Gelder. Das ist inzwischen Vergangenheit.
Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Landwirtschaftsministerium konnten neue Fenster eingesetzt, Elektroleitungen gezogen und eine Heizung eingebaut werden. Nun steht noch das Verputzen des Gebäudes auf dem Plan. In Arbeitseinsätzen erbrachten die Kleingärtner der rund 300 Parzellen Leistungen im Wert von 2500 Euro. Und dieses gemeinschaftliche Werkeln soll weiter gehen. Schließlich ist eine Überdachung zum angrenzenden Schuppen geplant, mit der eine Freifläche für Treffen geschaffen werden soll.
„Wir werden das Land, auf dem sich das Vereinshaus befindet, nicht allein bewirtschaften können. So entstand die Idee von einem Generationengarten“, spricht der stellvertretende Vereinsvorsitzende Hartmut Kindermann ein neues Projekt an, das im Zeitraum von fünf Jahren gemeistert werden soll. Als Vorsitzender der Seniorengruppe des Penzliner Kulturvereins weiß er gerade auch um die Bedürfnisse älterer Menschen. So könnte die Kleingartenanlage nicht nur Anlaufpunkt für die Mitglieder sein, sondern auch andere Vereine locken. Hartmut Kindermann spricht von Inklusion und dem Bemühen, einen Platz fürs Ehrenamt zu schaffen.
Vorstandsmitglied Almut Roos zeigt wie so etwas gemacht wird. Denn in der Parzelle 244 holt die Landschaftsgestalterin Flüchtlingsfamilien aus Penzlin zum gemeinsamen Gärtnern zusammen und das mit großem Erfolg. Wie von Hartmut Kindermann zu erfahren war, hat die Fachfrau auch die Pläne für den Generationengarten entworfen. Dabei soll ein Schaugarten entstehen mit Hochbeeten, Steingarten, Gewächshaus und Kräuteranlagen.
In Bepflanzung und Pflege könnten sich Alt und Jung gleichermaßen einbringen. So hätten Kinder die Möglichkeit, Pflanzen für den Schulgarten heranzuziehen. „Wir denken auch an Schulungen für die Kleingärtner zum Beispiel zu Fragen des Baumschnitts“, fügt er hinzu.
Momentan wird das Konzept erarbeitet, das in Schulen und Vereinen der Stadt vorgestellt werden soll. Zugleich dient es als Grundlage, weitere Fördermittel zu beantragen. Denn eine Summe von rund 50 000 Euro kann der Penzliner Gartenverein nicht allein stemmen. Darum nutzte dieser die Bürgersprechstunde von Erwin Sellering in Penzlin, um den Ministerpräsidenten von den ehrenamtlichen Aktivitäten in Penzlin zu informieren. Und natürlich erhielt der Regierungschef dabei auch gleich eine Einladung zum Vereinsgeburtstag am 16. September. Ob diese Früchte trägt, wird sich dann zeigen.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

13.04.2017 
Quelle: Nordkurier 

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