Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
01.03.2017

Ein „schäbiger“ Trick zaubert Blüten

Wer mehr als 1500 Bäume sein Eigen nennt, hat immer was zu tun. In Ankershagen sind es die Gemeindearbeiter, die sich ums Grün im Gutspark von Friedrichsfelde bemühen. Manch einer davon hat einen besonders grünen Daumen.

Friedrichsfelde. „Ich weiß gar nicht, warum ich mir einmal einen Bürojob gesucht habe. Schon viel eher hätte ich in den Gartenbau gehen sollen”, lautet eine Lebenserfahrung von Karin Krüger aus Bocksee. So war sie in ihrem Berufsleben als Kauffrau für Land- und Nahrungsgüterwirtschaft tätig, qualifizierte sich zum Lohnbuchhalter und arbeitete auch zehn Jahre als Viehpfleger in der Schweineproduktion. Seit 2005 hat sie ihren Arbeitsplatz im Gutshaus von Friedrichsfelde, bringt sich momentan mit einem Minijob als Gemeinde- und Parkmitarbeiterin ein. Im Foyer stehen schon die Metallständer, die für die neue Saison alle noch beschildert werden müssen. Sie sollen wieder ihren Platz an Bäumen und Gehölzen im 19 Hektar großen Gutspark finden.
Mehr als 1500 Bäume wachsen in diesem historischen Areal. In Nähe des Steingartens, der einst vom Landschaftspflegeverband „Mecklenburger Endmoräne” angelegt wurde, findet sich auch die Jost-Reinhold-Eiche. Sie wurde zu Ehren des rührigen und heimatverbundenen Sponsors aus der Schweiz gepflanzt. „Welche der winterharten Fuchsien in den Beeten die kalte Jahreszeit überstanden haben, das werden wir erst beim Beräumen des Tannengrüns feststellen”, sagt Karin Krüger, die im Park Hand in Hand mit Evi Störck zusammenarbeitet.
Vorgenommen haben sich die Frauen, den aufgelisteten Baumbestand zu aktualisieren. Allein von den Eichen gebe es 16 verschiedene Arten im Friedrichsfelder Park. Dass dieser generell zu neuem Leben erweckt wurde, ist vor allem dem ehemaligen Bürgermeister Martin Brummund zu verdanken. Im Zuge der Sanierung des Gutshauses ab 1994 ging er von Amtstür zu Amtstür, um Fördermittel einzuwerben.
Wer das Gutshaus gegenwärtig betritt, wird vielleicht über die blühenden Klivien auf den Fensterbrettern staunen. Auch in diesem Fall hat Karin Krüger ihre Finger mit im Spiel. „Ich habe die Pflanzen im Sommer umgetopft und mit Beginn der dunkleren Jahreszeit unter die Treppe im Flur gestellt. Je schäbiger man die Klivien behandelt, desto prächtiger zeigen sie sich zum Frühlingsbeginn”, gibt die 63-jährige Blumenfrau einen fachlichen Tipp. Denn Klivien aus der Familie der Amaryllisgewächse benötigen ganz einfach eine Ruhephase. Schon freut sie sich auf den Mai, denn dann sprießt das junge Grün überall im Park.
Übrigens nimmt die Gemeinde Ankershagen jährlich den Tag des Baumes am 25. April zum Anlass, um den Park mit neuen Pflanzen zu bestücken. Hochzeitspaare und Jubilare können mit einem Baum oder Rosenstock an ihr persönliches Glück erinnern.

01.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de