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05.05.2018

Die Dinge einfach ins Rollen bringen

Schläuche flicken und Bremsen reparieren, damit kennt sich Stephan Pirschke aus. Schon das zweite Jahr bietet der gebürtige Berliner in Ankershagen einen Fahrradverleih an. Für die Dorfbewohner kleine feine Erlebnisse anzuschieben, auch damit kennt er sich aus.

Ankershagen. Stephan Pirschke ist längst angekommen in Mecklenburg und möchte auch nicht mehr zurück in die Großstadt. Als gebürtiger Berliner hat er das Landleben mit der schönen Natur vor der Tür schätzen gelernt. Und er lebe jetzt viel gesünder, zeigt sich der 49-Jährige überzeugt, der mit seiner Freundin Tina in Ankershagen zu Hause ist.
Freunde hätten ihn schon in den 90er Jahren an die Seenplatte gelockt. Als seine Eltern 2009 von der Treuhand ein Haus in Ankershagen erwarben, wurde es konkret mit den neuen Lebensplänen. „Ich war 20 Jahre im Veranstaltungsservice tätig, bringe meine Erfahrungen auf dieser Strecke auch heute noch gerne ein. Doch hier in Ankershagen versuche ich nun, in anderen Bereichen Fuß zu fassen”, sagt Stephan Pirschke und ist froh, dass er dabei Starthilfe vom Arbeitsamt bekommt. Man muss sich austesten im Leben, sonst ist man verloren — lautet eine seiner Devisen fürs Vorankommen.
Und so versucht der ehemalige Hauptstädter, seinen im letzten Jahr aufgebauten Fahrradverleih stärker ins Rollen zu bringen. 20 Räder — vom Mountainbike bis hin zum Kinderrad — hat er momentan im Angebot, die täglich von 9 bis 18 Uhr zur Verfügung stehen. In der Werkstatt nimmt er kleine Reparaturen vor, wechselt Schläuche, säubert Gangschaltungen und kümmert sich um defekte Bremsen. „Kann ich nicht helfen, verweise ich auf andere Fahrradverleihe in der Region”, sagt er.
Ankershagen ist eines der Eingangstore zum Müritz-Nationalpark, der sich gerade mit dem Fahrrad ungestört entdecken lässt. Zudem führt der Radfernweg Berlin-Kopenhagen durchs Dorf. Auf einer Strecke von über 650 Kilometern verbindet dieser die Länder Berlin-Brandenburg-Mecklenburg/Vorpommern und Dänemark. Nur sausen die Radler mitunter an Stephan Pirschkes Halle vorbei, die am Ortseingang aus Richtung Groß Vielen zu finden ist. Also müsse in eine weitere Beschilderung investiert werden, lautet die Schlussfolgerung für den Zuzügler.
Da der Fahrradverleih nur von April bis Oktober gefragt ist, packt Stephan Pirschke auch mal in der Landschaftspflege mit an. Als Vorsitzender des dubclubs Zahren liegen ihm aber auch Kultur, Brauchtum und das Begegnen der Menschen in ihrem Ort sehr am Herzen. „Besonders im Winter vermisse ich hier die Kommunikation”, hat er erfahren und bringt sich darum auch in kommunale Projekte ein. Dazu gehört das kleine, feine Dorffest mit Festivalflair in Zahren sowie das Vorhaben von Bürgermeister Thomas Will, im Sommer erstmals zum Freilichtkino in den Park von Friedrichsfelde einzuladen.

05.05.2018 
Quelle: Nordkurier 

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