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02.05.2018

Besen frei für teuflerische Hexerei!

Wenn kleine und große Hexen beschwörend um lodernde Feuer tanzen, dann ist Walpurgisnacht! In der Nacht zum 1. Mai wurde auch auf der Penzliner Burg ganz traditionell mit Tanz und Teufel endgültig der Winter vertrieben. Doch was hat das alles mit roten Schuhen zu tun?

Penzlin. Der Teufel trägt Rot. Rote Schuhe. Farblich passend zu den Hörnern. Wenn Teufel Michael ruft, dann kommen vor allem die kleinen Hexen in Scharen. Schick gemacht haben sie sich – eigens für das Walpurgisspektakel. So wie Magdalene und Jette. Die beiden elfjährigen Freundinnen aus der Nähe von Demmin hatten sich ordentlich ins Zeug, pardon: ins Hexen gelegt, um sich der Jury und natürlich dem Teufel zu präsentieren. Modelshow für Hexlein. Von zwei bis 12 war da alles dabei. Doch was ist so faszinierend am Hexe-Sein? Nicht schön und grazil, sondern schrill und schrullig zu sein. „Hexen können, wäre doch super. Das muss auch ein bisschen gruselig aussehen“, meint Magdalena. Ihr Gesicht ist „zerfurcht“ mit wilden schwarzen Strichen. Auf der Schulter ein (Plüsch-)Kater. Jette liebt auch das Hexenleben und Verkleiden. Aber sie ist aus ihrem Hexendorf nicht mit dem klassischen, sondern mit einem Kräuterbesen nach Penzlin aufs Burgareal eingeflogen. Mit 34 Hexenkindern, die sich beim Wettbewerb fürs schönste Hexlein beworben haben, gab es gar einen Rekord beim Walpurgisfest. Die Schärpe fürs schönste Zauberkind durften sich Lina (7) umhängen. Die Jury gab ihr die meisten Punkte, schwarz-gelb mit aufgestecktem, rot-blonden Haar verzückte die kleine Stavenhagenerin selbst den Teufel, wie der am Sonntag am Telefon gestand. Aber auch alle anderen Hexlein seien super verkleidet und echt hexig gewesen. Platz 2 bekam Helene (5) aus Penzlin. Vier dritte Plätze mussten vergeben werden, weil die Jury sich nicht entscheiden konnte. Für die jungen Hexenmodels gab es einen Hexenorden und von Oberhexe Dagmar als Zeichen der Verbundenheit und Freude über den Nachwuchs einen langen Wurm aus Gummi.
Für das richtige Flair zur Walpurgisnacht sorgt die Mittelaltertruppe Cocolorus Budenzauber, die seit Jahren mit der Stadt Penzlin zusammenarbeitet. Und das auch zum Burgfest, das in diesem Jahr übrigens vom 17. bis 19. August gefeiert wird.
Neben viel Budenzauber gegen knurrende Hexen- und Teufelsmägen stand Vergnügen bei Spaß und Spiel im Kurs. Zu fortgeschrittener Zeit durften sich dann auch die erwachsenen Damen mit Hakennase und wirrer Frisur präsentieren. Neun Gruselweiber mit Warze und wildem Gewand wollten wissen, wer die Schönste ist. Und die kommt aus Penzlin und trägt den lieblichen Hexennnamen „Mauerspinne“. Das eine oder andere echte achtbeinige Exemplar war vielleicht auch tief unten in der Burg zu entdecken. Denn wer es schaurig mochte, der konnte sich den Nachtführungen durch die Hexenverliese in der denkmalgeschützten Burg anschließen. Dort sollen rote Männerschuhe gefunden worden sein ...
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02.05.2018 
Quelle: Nordkurier 

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