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29.06.2018

Baufälliger Lindenweg in Penzlin: Geduld der Anwohner ist aufgebraucht

Es reicht. Eigentlich sollten in den nächsten Tagen die Bagger durch die Lindenstraße rollen. Dafür haben einige Anwohner sogar ihren Sommerurlaub verschoben. Umsonst, denn es geht noch nicht los. Das erhitzt die Gemüter.

Penzlin. Die Nerven liegen blank bei einigen Anwohnern des Lindenwegs in Penzlin. Sie fühlen sich buchstäblich im Regen stehen gelassen. Denn eigentlich sollten in der nächsten Woche die Sanierungsarbeiten der Straße losgehen. Das wird aber nichts. Wieder wurden sie vertröstet. Wieder hat der Regen für Schäden gesorgt. Jeder Regenguss und jede Woche Verspätung lässt den Stresspegel ansteigen bis das Fass überläuft.
Bei Linda Matysiak ist der Punkt schon erreicht. Sie nutzte jetzt die Einwohnerfragestunde bei der Stadtvertretersitzung, um ihren Ärger vorzutragen. „Wie lange werden wir noch hingehalten“, fragte sie Bürgermeister Sven Flechner (WPL) und die Stadtvertreter. Mehrmals hatte Linda Matysiak Wasser im Keller. Den Sockel des Hauses haben sie gerade erst sanieren lassen, als der bei einem kleinen Regenschauer am 10. Juni schon wieder unter Wasser stand. Die Tiefgarage könne sie gar nicht mehr nutzen.
Die Penzlinerin wollte nicht nur ihre persönliche Betroffenheit veranschaulichen, sondern im Namen mehrerer Bewohner des Lindenwegs sprechen. Viele hätten sich nämlich auf den Baustart eingestellt und sogar den Sommerurlaub so eingeplant, dass sie nicht verreist, sondern vor Ort sind, wenn es endlich losgeht.
Die Verzögerung hat für die Anwohner direkte finanzielle Auswirkungen, denn je länger der Baustart dauert, umso teurer werden die Baukosten und damit erhöhen sich auch die Straßenausbaubeiträge, die für die Anwohner bei der grundhaften Sanierung fällig werden.
Manfred Janke, ebenfalls Anwohner und aktiver Kritiker gegen Straßenausbaubeiträge, nutzte die Gelegenheit, um Sven Flechner ein Musterschreiben zu überreichen. Denn in einigen Städten und Gemeinden, darunter Rostock, Malchin, Bad Doberan, Schwerin, Güstrow und Goldberg sind die Bürgermeister schon von den Bürgervertretungen per Beschluss beauftragt worden, sich beim Land gegen die Straßenausbaubeiträge auszusprechen.
Eine Beschleunigung des Baustarts konnte Sven Flechner nicht in Aussicht stellen, versprach aber, dass allen Anwohnern ein Schreiben mit dem neuen Zeitplan zugestellt wird. Aber auch der stehe unter Vorbehalt. Als Grund für die Verzögerung nennt Flechner die Problematik, bauausführende Firmen zu finden.
An anderer Stelle geht es jetzt aber los. Die Sanierungsarbeiten in der Turmstraße haben begonnen und damit ist noch bis zum 31. August der Verkehr für den Bereich Ecke Große Straße/Turmstraße bis zur Speckstraße gesperrt. Weil die Turmstraße im Sanierungsgebiet Altstadt liegt, fallen für die Anwohner hier keine Straßenausbaubeiträge an, wie Bürgermeister Sven Flechner beim feierlichen Spatenstich vor einer Woche informierte.

29.06.2018 
Quelle: Nordkurier 

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