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02.02.2018

Anwohner zahlen für den Ausbau des Lindenwegs in Penzlin kräftig mit

75 Prozent der Kosten müssen die Anlieger zahlen. Aber auch andere Baustellen bewegen die Penzliner.

Penzlin. Es scheint im Vorfeld alles geregelt zu sein. Der Ausbau des bisher unbefestigten Lindenweges im Penzliner Wohngebiet Döring kommt. Trotzdem fragte Andre Schardetzki als sachkundiger Bürger vor der Abstimmung im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend noch einmal nach, ob denn wirklich alle Bedenken der Anlieger ausgeräumt seien.
Jacqueline Tillack, Leiterin des Amtes für Bau und Wirtschaftsförderung, verwies auf die Einwohnerversammlung im Dezember vorigen Jahres. „Es war ein konstruktives Gespräch, bei dem die Anlieger ihre Änderungswünsche vorbringen konnten”, berichtete sie. Dabei wurde auch konkret auf die notwendigen Straßenausbaubeiträge eingegangen, die es in sich hätten. Bewegen sich diese doch für Anlieger zwischen 7000 und 11 000 Euro. Der Ausbau des Lindenweges auf einer Länge von 125 Metern in Betonsteinpflaster kostet die Stadt 138 000 Euro.
Die Anwohner sind mit 75 Prozent beteiligt, ebenso bei den Umlagen für den Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverband, der neue Versorgungsleitungen legen wird. Baustart soll im Juli dieses Jahres sein. Zwei Monate werde allein der Kanal- und Leitungsbau benötigen, ebensoviel Zeit wird für die neue Straßendecke eingeplant.
Wie die Bauamtsleiterin sagte, nutzten Penzliner einen weiteren Termin vor zwei Wochen zu dieser Thematik. Dabei wurden auch einzelne Wünsche besprochen. Ein klares Veto gab es zu den zu pflanzenden Winterlinden, zumal in den Gärten der Anlieger oft schon große Bäume stehen. Dass dieses geplante Grün im Rahmen von Ausgleichsmaßen in Übereinkunft mit dem Bürgern dann anderswo in der Stadt in den Boden kommt, darauf verwies Planer Thomas Pätzold.

Regenentwässerung in Lübkow ist desolat
Pätzold stellte beim Bauausschuss die überarbeitete Planung zum Ausbau des Lindenweges vor. Auch Grünbeete sind umstritten, da sie die Zufahrten zu den Grünstücken beeinträchtigen könnten. Denn einige Anwohner planen den Bau eines Carports. Für zusätzliche Pflasterflächen sollen Vereinbarungen zwischen Stadt und Anwohnern geschlossen werden. Während der Baumaßnahme sollen zudem Leerrohre für den Breitbandausbau verlegt werden. Letztes Wort für den Ausbau des Lindenweges haben die Stadtvertreter in der März-Sitzung. Im April/Mai soll es für die Anwohner noch einmal eine Information geben.
Um Straßenprobleme geht es auch Jürgen Block aus Lübkow. „Schon seit 2003 mahne ich bei der Stadt die desolate Regenentwässerung im Ortsteil an und habe mich diesbezüglich auch schon an den Zweckverband und an den Landkreis gewandt”, gab der Ortsvorsteher während der Sitzung zu verstehen.
Dass dieses dringende Thema bei der Stadt angekommen sei, bestätigte ihm Amtsleiterin Jacqueline Tillack. Auch wenn noch finanzielle Fragen geklärt werden müssten, soll zumindest eine Planung zur Verbesserung der Regenentwässerung angeschoben werden.
Dass endlich auch ein Blick auf die Straße nach Wilhelmshöhe in Passentin geworfen werde, dafür sprach sich Robert Ernst aus. „Wenigstens im Bereich der Wohnbebauung ist ein Teilausbau vonnöten”, gab er zu bedenken. Es gebe sogar eine Vorplanung, die er als ehemaliger Bürgermeister des Dorfes noch vor der Fusion mit Penzlin vorbereitet habe.

02.02.2018 
Quelle: Nordkurier 

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