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15.03.2017

Ankershagen: Ein eigener Bus muss her!

Freundlicher für Gäste und Einwohner will Ankershagen werden. Um die Mobilität auf dem Land zu verbessern, soll ein Kleinbus angeschafft werden. Dafür holt sich die Kommune sogar Partner aus Brandenburg ins Boot. Denn diese haben Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Ankershagen. Mit Herrenhaus und Park in Friedrichsfelde, Glasputzfassade am Schloss Rumpshagen, dem Schliemann-Museum und einer altehrwürdigen Kirche hat Ankershagen eine Menge zu bieten für Gäste. Doch leider liegt das Dorf weitab vom Schuss. Es gibt kaum eine Busanbindung. Ein Umstand, den nicht nur die Museumsmitarbeiter seit Jahren beklagen.
Darum hat sich die Gemeinde entschieden, endlich Abhilfe zu schaffen. Laut Bürgermeister Thomas Will soll mit einem Kleinbus die Mobilität der Einwohner in diesem ländlichen Bereich verbessert werden. Das Fahrzeug kostet die Kommune über 52 000 Euro und ist bereits Teil der aktuellen Haushaltsplanung. Mit Fördergeldern aus dem Leader-Topf und Eigenkapital soll es gekauft werden.
„Die Fördermittel sind beantragt. Nun muss ein Wirtschaftskonzept für den Einsatz des Busses erarbeitet werden. Er soll Jung und Alt zugute kommen, uns aber auch Pluspunkte im Tourismus bringen”, sagt der Bürgermeister. Denn das Projekt trägt den Titel „Kleinbuslinie Ankershagen-Kratzeburg”. Beginnend ab 2018 soll mit diesem speziellen Angebot die Erreichbarkeit der Orte samt touristischer Attraktionen im Havelquellbereich deutlich verbessert werden.
„Mit dem Zug kommen die Leute bis nach Kratzeburg, von dort gibt es aber keinen öffentlichen Verkehr nach Ankershagen”, schildert Thomas Will das Problem. Durch die Mitgliedschaft im Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte habe die Gemeinde Anregungen bekommen, sich in dieser Frage auf eigene Pfade zu begeben.
Mit dem Kleinbus könnten zudem Verbindungen zu den bestehenden Buslinien und dem Zugverkehr geschaffen werden. Auch eine Weiterfahrt nach Penzlin, Waren oder Neubrandenburg wäre so möglich. „Das Projekt soll in der Region für die Region und mit der Region realisiert werden. Dazu sind kreative Ideen und bürgerschaftliches Engagement gefragt”, appelliert Thomas Will nicht nur an die Ankershagener.
Am Donnerstag, 16. März, gibt es von 16 bis 19 Uhr dazu eine Informationsveranstaltung im Schliemann-Museum Ankershagen. Dabei soll das Projekt vorgestellt und diskutiert werden. Der Bürgermeister hofft auf viele Mitstreiter und hat zum Termin Gäste eingeladen. So wird Petra-Juliane Wagner, die viele Jahre beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg federführend beim Einsatz von Bürgerbussen tätig war, in Ankershagen zugegen sein. Auch Gerhard Franzen, Sprecher der Bürgerbusvereine Brandenburg und Vorsitzender des Bürgerbusvereins Dallgow-Döberitz, hat sein Kommen zugesagt.
Selbstverständlich unterstützen auch die Mitarbeiter des Heinrich-Schliemann-Museums als einer der „Streckenpartner” die Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens, das zur Steigerung der Besucherzahlen beitragen könnte.

15.03.2017 
Quelle: Nordkurier 

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