Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
17.04.2018

An drei Stellen der B 192 wird Maut fällig

600 Maut-Säulen sollen in ganz Deutschland aufgestellt werden, um Lkw für die Straßennutzung abzukassieren. In der Müritzregion sind bisher nur wenig Kontrollstellen geplant. Einen Standort für diese zu finden, ist auch gar nicht so leicht.

Marihn/Alt Schwerin. Lange war die Lkw-Maut auf allen deutschen Bundesstraßen angekündigt. Nun wird das Projekt auch in der Region umgesetzt. Denn allein an der B 192 werden drei Mautsäulen aufgestellt – bei Marihn, Alt Schwerin und kurz hinter der Grenze der Müritzregion in Wulkenzin. Die Fundamente hierfür sind schon errichtet und mit Leitplanken versehen. Die Säulen werden dann fast vier Meter hoch sein. Sie sollen blau-grün gekennzeichnet sein und damit für die Autofahrer deutlich anders aussehen als die üblichen Blitzersäulen.
Hans-Joachim Conrad, Dezernent im Straßenbauamt Neustrelitz, weiß bisher von 18 Kontrollpunkten im Gebiet seiner Behörde. Die Säulen würden in der Regel an Stellen aufgebaut, an denen es einen größeren Zufluss von Fahrzeugen gebe. Weitere Mautsäulen werden auch an der B  104 in Kölpin und Basepohl und nach derzeitigem Stand an der B  194 zwischen Basepohl und Basepohl Siedlung errichtet. Weitere geplante Kontrollpunkte gebe es im östlichen Teil der Mecklenburgischen Schweiz bisher nicht. Auch nicht auf der B  194 zwischen Stavenhagen und Klein Plasten. Dafür sei aber vom Bundesamt für Güterverkehr und dem Unternehmen Toll Collect auf der B  110 zwischen Demmin und Jarmen ebenfalls eine Maut-Säulen vorgesehen.
Im Straßenbauamt Stralsund, das für den Raum Teterow und Gnoien zuständig ist, hat man noch keinen Einblick in die Planungen vom Bundesamt für Güterverkehr und Toll Collect. Doch eine Sprecherin von Toll Collect kann hier Auskunft geben: An der B  110 in Finkenthal vor der Dorfstraße wird eine Säule aufgestellt, informierte Antje Schätzel. Lkw würden in Zukunft auch bei Vietgest (Gemeinde Lalendorf) an der B  104 einen Messpunkt durchlaufen.
Auf der viel befahrenen B  108 zwischen Waren, Teterow und Laage gebe es derzeit noch keinen einzigen Standort für Maut-Säulen. Ob und wann die B  108 einen Kontrollpunkt bekommt, darüber entscheide das Bundesamt für Güterverkehr. Das Amt beauftrage Toll Collect dann, einen Standort zu finden.
Aber das sei nicht ganz einfach. „Es müssen 30 Kriterien berücksichtigt werden“, erläuterte Antje Schätzel. Die Säulen müssten zum Beispiel auf öffentlichem Grund und Boden errichtet werden. Am Standort brauche es für 70 Meter uneingeschränkte Sicht. Es dürfen also keine Bäume und Brücken im Weg sein. Standorte auf Bergen seien ungünstig. Dazu müsse es einen Stromanschluss in der Nähe geben. Und wichtig sei auch, dass es einen ausreichend guten Mobilfunk-Empfang gibt – wahrscheinlich um die Daten an Toll-Collect zu versenden.
Knapp vier Monate haben die Behörden und Toll Collect noch Zeit, die Säulen zu errichten. Denn zum 1.  Juli soll das Mautsystem für alle Bundesstraßen starten, erläuterte die Sprecherin. Danach werden alle Laster mit einem Gewicht ab 7,5 Tonnen erfasst. Die Eigentümer bzw. Betriebe müssen dann für die Straßenbenutzung bezahlen.
Die Pkw von deutschen Autofahrern werden von den Säulen nicht erfasst, wenn die Pkw-Maut einmal in Kraft tritt. Sie müssen die Maut von Ex-Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in einem Jahresbetrag bezahlen. Ausländische Pkw-Besitzer sollen eine elektronische Vignette kaufen – zum Beispiel per App oder per Internet.
Kontakt zum Autor
e.kruse@nordkurier.de

17.04.2018 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon+49 3962 2551-0
Fax+49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de