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12.04.2017

1000 tote Fische im Klein Lukower See entdeckt, aber keine Ursache

Vor allem empfindliche Arten sind von der Verschmutzung im Klein Luckower See betroffen. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an. Immerhin: die ersten Wasserproben sind analysiert.

Klein Lukow. „Wir gehen mittlerweile von etwa 1000 toten Fischen aus“, bestätigte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner auf Nordkurier-Nachfrage. Darunter sollen meist empfindliche Arten sein wie Brassen, Zander, Barsche und Plötzen. Mitglieder des Sportfischervereins Penzlin-Puchow , so Flechner weiter, würden das Gewässer den ganzen Dienstag über weiter beobachten. Zu den Ursachen der Verschmutzung konnte der Bürgermeister noch keine näheren Angaben machen. „Die Brühe soll aus einem Graben aus Richtung Klein Lukow gekommen sein. An Spekulationen, ob es Absicht oder ein Versehen war, möchte ich mich aber nicht beteiligen“, erklärte Flechner. Daher warte man die weiteren Untersuchungen der Wasserschutzpolizei ab. Erst wenn man den Schaden abschätzen und die Ursache benennen könne, werde man die nächsten Schritte einleiten. Flechner: „Das ist eine große Sauerei, gerade für so ein kleines Gewässer und ausgerechnet jetzt, wo der See immer beliebter wird und eine kleine Badestelle eingerichtet wurde.“
Eine Anzeige bezüglich der Gewässer-Verunreinigung wurde durch die Wasserschutzpolizei Waren aufgenommen. Dort rechne man im Verlauf des Dienstags mit keinen neuen Erkenntnissen bezüglich der Ursache, hieß es. „Kollegen waren vor Ort und haben geschaut, ob bei dem Regen noch was nachgelaufen ist. Dies war nicht der Fall. Wir stehen im engen Austausch mit der unteren Wasserbehörde“, erklärte ein Beamter. Denkbar sei aber auch eine natürliche Ursache – etwa durch einen Abfluss von einem Feld.
Laut Haidrun Pergande, Sprecherin beim Landkreis Seenplatte, liegen immerhin erste Ergebnisse der von der unteren Wasserbehörde entnommenen Wasserproben vor. Danach sind der Stickstoff- und der Phosphorgehalt in dem Graben, der in den See fließt, so hoch, dass dadurch das Fischsterben ausgelöst worden sein kann. „Weil der Zulauf mehrere Verzweigungen und Zuflüsse aus verschiedenen Schächten und Richtungen hat, ließ sich nicht ohne weitere Untersuchungen und Nachforschungen feststellen, woher die Verunreinigung kommt“, erklärte sie. Mitarbeiter der Behörde würden in den nächsten Tagen weitere Begehungen vor Ort machen, um nach der Ursache zu suchen.
Das ungewöhnliche Fischsterben war am Montagvormittag im Klein Lukower See bei Penzlin von Detlev Westpahl vom Sportfischerverein Penzlin-Puchow entdeckt worden. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass über einen Zulauf zum See eine braune, übel riechende Flüssigkeit eingeleitet wurde.

12.04.2017 
Quelle: Nordkurier 

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